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Mittwoch, 17. Februar 2010
Berufskolleg Bochum: Fünf Forderungen an den Minister

In einer Veranstaltung des Alice-Salomon-Berufskollegs haben Studierende bessere Bedingungen für die Weiterbildung gefordert.

Kinderpflegerinnen, die sich zu Fachkräften weiterqualifizieren, beschrieben, dass sich die besonderen Belastungen in Kauf nehmen würden, um nicht arbeitslos zu werden. Als Kinderpflegerin seien sie auch schon auf die Begleitung von Kindern unter 3 Jahren vorbereitet worden.

Die Erklärung des Ministers, dass er nicht glaube, dass Kinderpflegerinnen arbeitslos werden, wurde - so der Bericht vom 17.2., nicht nur mit skeptischen Blicken beanwortet.

Samstag, 13. Februar 2010
Städte kürzen bei Kinder-Betreuung

Das KiBiz verleitet zum Angebotsmangel für ältere Kinder

Die Situation in dem Beitrag der WR vom 13.2.2010 ist zutreffend beschrieben: Neue Plätze für Kinder unter 3 Jahren werden geschaffen. Der Bedarf für die Kinder ab 3 Jahren, die sogar einen Rechtsanspruch auf einen Platz haben, wird nicht gedeckt.

Dieser Verdrängungseffekt basiert u.a. auf 3 Mechanismen:

Erstens fehlt ein Landesausbauprogramm mit dem die Kommunen unterstützt werden, für alle Kinder bedarfsgerechte Plätze einzurichten und einen Anteil an den laufenden Betriebskosten zu übernehmen.

Zweitens hat das KiBiz mit seiner unzulänglichen Pauschalfinanzierung Träger angeregt, vor allem Plätze für Kinder unter 3 Jahren anzubieten, weil mit den höheren Kindpauschalen das vorhandene Personal eher bezahlt und die Gesamtfinanzierung der Einrichtung eher über die Runden gebracht werden konnte.

Drittens hat das Bundesprogramm zur Investitionsförderung von Plätzen für Kinder unter 3 Jahren dazu verleitet, diese Mittel in Anspruch zu nehmen, um die Einrichtung "aufzumöbeln". Für Erhaltungsinvestitionen gibt es in NRW ansonsten keine Förderung mehr.

Das Angebot orientiert sich dahin, wo es Geld gibt. Insofern ist deutlich, dass das KiBiz grundsätzliche Webfehler hat und mit eine Ursache des Übels ist!

Dienstag, 9. Februar 2010
Lüdenscheid: Familienzentren vor neuen Herausforderungen

Die ersten Familienzentren stehen vor der Frage, ob sie sich erneut zertifizieren lassen sollen.

Unklar ist für zwei Lüdenscheider Einrichtungen, wie das neue Zertifizierungsverfahren abläuft. Die Situation sei im Moment "nicht ganz befriedigend".

Deutlich wird jedoch darauf hingewiesen, dass die zusätzlichen Aufgaben mit der Landesförderung in Höhe 1.000 Euro monatlich nicht ausreichend sind. Die Doppelbelastungen werden nicht aufgefangen und durch den mit dem KiBiz geschaffenen "engen Personalschlüssel" keinerlei zeitliche Ressourcen mehr zur Verfügung stehen.

Allen Kinder und Familien müssten erweiterte Begleitungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Insofern müssten alle Tageseinrichtungen bessere Möglichkeiten erhalten, um dem Bedarf zu entsprechen. Insofern müssten nicht nur für die anerkannten Familienzentren zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Samstag, 6. Februar 2010
Bad Salzuflen: U3-Ausbau ist fraglich

Der Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter 3 Jahren kann nicht nachgekommen werden. Der Ausbau der Einrichtungen für zusätzliche Plätze kann aufgrund der fehlenden kommunalen Mittel nicht erfolgen. Die Einrichtungen, die sich auf die Schaffung zusätzlicher Plätze eingestellt haben, hängen in der Luft.

Die prekäre kommunale Situation steht im Widerspruch zu dem Ausbaunotwendigkeiten, die sich wegen des bereits bestehenden Bedarfs und auf alle Fälle wegen des bestehenden Rechtsanspruchs ab dem Jahr 2013 ergeben.

Damit für alle Kinder in NRW vergleichbare Lebens- und Bildungsmöglichkeiten bestehen und, wo nicht verhanden, schnellstens geschaffen werden, müsste das Land seine Unterstützung- und Ausgleichsverpflichtung jetzt erfüllen.

Freitag, 5. Februar 2010
Schwerte: Ein Platz für ein Kleinkind ist wie ein Lottogewinn

Die Anfrage ist riesengroß. Die Träger können den Bedarf nicht decken. Das Jugendamt ist auf die Zuweisung von Kontingenten durch das Land angewiesen. Das Land hindert einen bedarfsgerechten Ausbau.

Die Berichterstattung zur Situation in Schwerte macht deutlich, dass das Land den notwendigen Ausbau der Angebote nicht im notwendigen Umfang unterstützt. Diese Realität wird auch nicht durch die Absichtserklärungen zum Ausbau verdrängt. NRW ist in Bezug auf den Ausbau ein Schlusslicht. Zudem ist immer zu bedenken, dass das Land mit dem KiBiz die Angebote vor allem für Kinder unter 3 Jahren unmittelbar durch die Veränderung bei der personellen Besetzung verschlechtert hat.

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