Dienstag, 2. Februar 2010
Krefeld: Angebote für unter 3jährige und Kinder mit Behinderungen reichen nicht aus!
Auf den "gewaltigen Kraftakt", ausreichend viele Plätze für Kinder in Krefeld zur Verfügung zu stellen, wird in dem Beitrag der WZ vom 1.2.2010 hingewiesen. Für das Jugendamt wird aber auch erklärt, dass zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für Kindergartenkinder die Versorgung "so gerade noch sichergestellt" wird.
Deutlich wird aber auch, dass der zeitliche Betreuungsbedarf bisher völlig anders eingeschätzt wurde, dass nicht ausreichend viele Plätze für Kinder unter 3 Jahren zur Verfügung stehen und auch der Bedarf für Kinder mit Behinderungen nicht ausreichend abgedeckt wird.
Neben diesen quantiativen Aspekte gilt es auch zu beachten, dass unter den mit dem KiBiz geschaffenen Bedingungen auch nicht die erforderliche Qualität sichergestellt werden kann.
Montag, 1. Februar 2010
Iserlohn: KiBiz sorgt für Verdruss
"Dieses Gesetz ist Murks und untragbar."
So lautet die Einschätzung aus dem Rat der Stadt Iserlohn. Unterfüttert wurde diese zentrale Feststellung durch Hinweise des Jugendamtsleiters, der enorme Probleme bei der Umsetzung des Gesetzes beschrieb. Vor allem kann aus finanziellen Gründen dem Elternwunsch nach einer bedarfsgerechten Betreuungszeit nicht entsprochen werden.
Damit wird deutlich, dass eigentlich nicht erst die neue Landesregierung die Aufgabe hat, das KiBiz grundlegend zu reformieren.
Freitag, 29. Januar 2010
Lüdenscheid: Die Elternbeitragserhöhung ist vom Tisch
Eine Beitragserhöhung wäre eine Kehrwende in der kommunalen Politik. Eine Erhöhung wäre das falsche Signal. Die Erhöhung ist nicht zu vermitteln. Dies sind einige der politischen Einschätzungen mit denen die Vorlage zur Erhöhung der Elternbeiträge bereits durch den Jugendhilfeausschuss abgelehnt wurde.
Die politisch von allen Fraktionen getragene Entscheidung wurde vom Stadtelternrat ausdrücklich begrüßt.
Damit wird deutlich, dass die Bemühungen der Stadt Lüdenscheid darauf ausgerichtet sind, die Rahmenbedingungen für die Inanspruchnahme von Tageseinrichtungen auf keinen Fall zu verschlechtern!
Mittwoch, 27. Januar 2010
Kreis Euskirchen: Kuschel-Alarm und Wickel-Stress
Die mit dem KiBiz unzulänglichen Bedingungen, insbesondere für die Förderung von Kindern unter 3 Jahren, werden mit Praxisbeispielen in dem Bericht aus Euskirchen deutlich:
Mit dem Personalschlüssel ... kann oft keine vernünftige Arbeit geleistet werden.
... zu wenig Personal, um den unterschiedlichen Ansprüchen der Altersstufen gerecht werden zu können.
Wenn ein Mitarbeiter des Jugendamtes erklärt, dass die derzeitige Situation nicht immer für optimal gehalten wird und Kinder, wenn etwas nicht stimmt, für das ganze Leben geprägt werden, dann ist das Kindeswohl nicht nicht nur in Gefahr, sondern nicht mehr gesichert!
(Eine Kindeswohlgefährdung besteht, wenn eine Stagnation der Entwicklung droht, hat das OVWG in einem Urteil im Jahr 2000 auch den Jugendämtern ins Stammbuch geschrieben.)
Wenn die Situation erkennbar so ungünstig ist und auch nur ein Kind in seiner Entwicklung Schaden nehmen kann, dann darf es nicht bei dem "weiter so" bleiben und auf die Revision des Gesetzes im Jahr 2011 gewartet werden!
Dienstag, 26. Januar 2010
Köln: Kitas geht das Personal aus
Es wird immer deutlicher, dass im Zusammenhang mit dem Ausbau der Angebote nicht nur die Suche nach qualifizierten Fachkräften schwieriger wird. Die Suche scheitert. Es fehlen auch Berufspraktikantinnen. Der Mangel ist hausgemacht, da die Ausbildungskapazitäten nicht ausreichen.
Alleine der Stadt Köln fehlen rd. 800 Erzieherinnen!
Da der Bedarf an zusätzlichen Fachkräften im Zusammenhang mit dem Ausbau von Plätzen für Kinder unter 3 Jahren absehbar war und noch weiter zunehmen wird, da die Bedarfsdeckungsquote weit von dem tatsächlichen Bedarf entfernt ist, müssten zusätzliche Ausbildungskapazitäten geschaffen werden, zusätzliche Ausbildenden gewonnen werden, die auch für die Arbeit mit Kinder unter 3 Jahren fachlich "qualifiziert" sind und vor allem das Arbeitsfeld attraktiver gemacht werden, damit sich junge Menschen für eine Tätigkeit in diesem Bereich entscheiden können!
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