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Freitag, 26. Oktober 2007
Kinderbildungsgesetz - Gesetzestext in der am 25.10.2007 beschlossenen Fassung
Aus den zur Beratung vorgelegten Beschlussfassung wurde eine zusammenhängende Fassung des am 25.10.2007 beschlossenen Gesetzes erarbeitet. Sie steht beim Anklicken der Überschrift zur Verfügung.
(Bei einem Vergleich mit dem Umfang des geltenden GTK wurde deutlich: Bisher umfasste das Landesausführungsgesetz 7 Seiten, jetzt werden 14 Seiten benötigt.)
Freitag, 26. Oktober 2007
Zum Kiebitz (Vogelart aus der Familie der Regenpfeifer) - WDR 5 -Westblick-Bericht vom 24.10.2007
WDR 5 - Westblick - berichtete am 24.10.2007 über wesentlichen Einschätzungen, Positionen und Erwartungen, die in der 2. Lesung des Gesetzentwurfs deutlich wurden.
Die Prophezeiung des Ministers, dass das Gesetz ein Erfolg wird, wird zu beobachten sein. Dem gegenüber stehen die vielfältigen Sorgen und Hinweise darauf, dass aus diesem Gesetz überhaupt nichts Gutes entstehenn kann, weil die Grundlagen falsch sind. Aber was ist ein "Erfolg": Wenn der Erfolg so bestimmt wird, wie dies durch die Landesregierung bei den Familienzentren oder der Durchführung des Sprachstandsfeststellungs-Verfahrens sieht, könnten die nächsten Hochglanzbroschüren zum Erfolg des Kinderbildungsgesetzes bereits jetzt gedruckt werden.
Freitag, 19. Oktober 2007
Das Aktionsbündnis SO NICHT bleibt auch weiter "am Ball"!
In dem zu erwartenden Kinderbildungsgesetz werden erhebliche Unzulänglichkeiten und vor allem nicht die überfälligen Verbesserung für Kinder erkannt.
In einer eindruckvollen gegenseitigen Unterstützung sind bis heute bereits vielfältige Aktivitäten zustande gekommen, mit denen für Verbesserungen eingetreten wurde und die darauf hinwiesen, dass es mit dem vorgesehenen Gesetzesvorhaben SO NICHT geht. Wir werden am Ball bleiben, lautete die Verständigung der Beteiligten des Bündnisses, dass auch weiterer hin örtliche Aktivitäten, z.B. wie den in der kommenden Woche vorgesehenen "Aufschrei" in Dortmund, Lünen und Castrop-Rauxel unterstützen will. Es sollen aber auch die jetzt eintretenden Veränderungen erfasst und auf feststellbare Folgen aufmerksam gemacht werden. Über den Tag hinaus soll - wie bisher - für Verbesserungen für Kinder eintreten und die Landespolitik begleitet werden.
Als Zeichen des Eintretens für bessere Bedingungen und Aufforderung an alle, die für die Verbesserung der Förderungsbedingungen Verantwortung haben, soll die aus Ostwestfalen angeregte Aktion, mit roten oder anderen bunten Bändern an Autoantennen auf das Anliegen aufmerksam zu machen unterstützt werden.
Freitag, 21. September 2007
SO NICHT - Weitere Aktivitäten sind geplant!
Nicht nur kurzfristig, sondern auch bis zur nächsten Landtagswahl reichen die Überlegungen, die in den Beratungen des Forums am 21.9.2007 deutlich wurden.
Die Übersicht über kurzfristig mögliche und notwendige Aktivitäten enthält folgende Hinweise:
11.10. Fünf vor Zwölf, Übergabe der restlichen Unterschriften 11.10. 12.30 UhrTeilnahme an den Landtagsberatungen des Generationenausschusses 11.10. 18.00 Uhr - Lichterketten an verschiedenen Orten in NRW "EIN LICHT GEHT AUF!" 18.10. Teilnahme an den Landtagsberatungen des Generationenausschusses 25.10. Landesweiter Aktionstag ...
Montag, 17. September 2007
Rätselbild aus Düsseldorf:

Was stimmt auf dem Bild nicht? a) der Schultornister im Spind b) das Kleinkind im Spind
Richtig ist Antwort a), denn Schulkinder gibt es in den Kitas nach KiBiz nicht mehr, Kleinkindverwahrung hingegen schon. (PS Man versteht jetzt auch, warum keine Landesmittel für Umbaumaßnahmen vorgesehen sind!)
Hintergrund: Für den Ausbau von Angeboten für Kinder unter 3 Jahren sind im Landeshaushalt keine zusätzlichen Mittel ausgewiesen. Der Ansatz ist in den Jahren 2007 und 2008 völlig unverändert. Es sollen aber zusätzliche Plätze geschaffen werden - ohne Ausbauprogramm für Kinder im Kindergartenalter und andere Kinder, zumal in NRW für Kinder im Kindergartenalter nur eine Versorgungsquote von 87 % besteht! Von dem Förderprogramm "Frühe Förderung", für das 23 Mio. vorgesehen, sind, gibt es heute, am 17.9., immer noch keine Förderrichtlinie. Bekannt ist, dass damit konfessionelle Einrichtungen bei finanziellen Notlagen gefördert werden. Der Haushaltsansatz hat die Zweckbindung: "... wird die pädagogische Arbeit für Kinder und Eltern verbessert und der Bildungsauftrag ... gestärkt. Es wird ein gezielter Beitrag zur qualitativen Verbesserung in den Einrichtungen geleistet."
Mittwoch, 22. August 2007
Fiktive Betriebskostenabrechnung nach dem KiBiz ergibt: Minus von mind. 67.000 €
Eine fiktive KiBiz-Berechnung einer Elterninitiative, die zwei kleine altersgemischte Gruppe und eine Kindertagesstättengruppe betreibt, hat ergeben, dass die Förderung um rd. 67.000 € reduziert würde. Diese Summe hat sich unter der Bedingung ergeben, dass die Einrichtung voll belegt, die bisherige Altersstruktur der Kinder erhalten und auch die Öffnungszeit von 45 Stunden für alle Kinder zur Anwendung kommt.
Die Pauschalen wurden dabei nach den Angaben des Ministeriums aus der Broschüre 30 Fragen - 30 Antworten errechnet und dabei folgende Zuordnung nach Gruppenformen vorgenommen:
Zuordnung zu Gruppenformen nach KiBiz: 10 Kinder Gruppe IIc (von 14 U3-Kinder der kleinen altersgemischten Gruppen) 20 Kinder Gruppe Ic (4 U3-Kinder, 16 Kindergartenkinder) 20 Kinder Gruppe IIIc (20 Kindergartenkinder)
Finanzierung nach KiBiz: - 10 Kindpauschalen Iic 152.152,00 Euro - 20 Kindpauschalen Ic 147.395,00 Euro - 20 Kindpauschalen IIIc 135.437,00 Euro - Abzüglich Eigentümerpauschale 7.677,00 Euro Zwischensumme 427.307,00 Euro
Ergebnis: Förderung nach GTK: 559,749,48 Euro Förderung nach KiBiz: 427.307.00 Euro
Anmerkung: Wenn natürlich die Arbeitsfassung der Verfahrensordnung vom 27.7.2008 zum Zuge käme, sähe die Rechnung u.U. noch schlechter aus, weil man dann natürlich versuchen müsste, alle 7 Zweijährigen (von insgesamt 14 U3-Kindern) pauschalenmäßig der billigeren Standardgruppe Ic zuzuschlagen!
Mittwoch, 15. August 2007
Berechnungsvorlage zu den finanziellen Auswirkungen des Kinderbildungsgesetzes
Eine neue Berechnungsvorlage steht zur Verfügung, in der die möglichen Auswirkungen einer veränderten Förderung nach den Regelungen des Regierungsentwurfs "Kinderbildungsgesetz" abgeschätzt werden könnten.
Es sollte jedoch in jedem Fall berücksichtigt werden, dass eine solche Berechnung etliche "Unbekannte" enthält. Unklar ist, ob entsprechende Nachfragen erfolgen. Unklar ist auch, wie das "Buchungsverhalten" der Eltern sein wird. Unklar ist aber auch, ob die Einrichtung nachgefragt und mit ihrem Angebot in den örtlichen Bedarfsplan aufgenommen wird. Unklar ist aber vor allem, ob für die Finanzierung ausreichend viele Landesmittel zur Verfügung stehen, da im Landeshaushalt nur bestimmte Kontingente vorgesehen sind, die im Verhältnis zu der derzeitigen Nachfrage von niedrigeren Sätzen z.B. bei Tagesstättenplätzen ausgehen.
Montag, 25. Juni 2007
Dortmunder Arbeitsstelle legt Daten zur Kindertagesbetreuung vor
In dem Themenheft zur Kindertagesbetreuung werden die aktuellen Ergebnisse der Bundesstatistik zum 15.3.2006 aufbereitet. Die Daten dürften auch bei der aktuellen Diskussion zum Kinderbildungsgesetz in NRW von Bedeutung sein.
Neben Daten zum Bestand, Bedarf, Kindern mit Migrationshintergrund und zur Tagespflege wird zur Situation der Fachkräfte u.a. festgestellt:
· Von den 353.000 pädagogisch Tätigen in Kindertageseinrichtungen sind 143.000 vollzeitbeschäftigt, dies sind rd. 40 % aller Stellen. · 48 % sind teilzeitbeschäftigt, d.h. mit mehr als 21 Wochenstunden. · 12 % sind nebenberuflich tätig, d.h. mit weniger als 21 Wochenstunden. · Im Zeitraum von 2002 bis 2006 sind 18.000 Vollzeitstellen verloren oder in Teilzeitverhältnis umgewandelt worden. · Bei einer Umrechung auf Vollzeitkontingente ergibt sich, dass 2.500 VZK abgebaut wurden. · Obschon durch das TAG mit einem Ausbau von Plätzen gerechnet wurden, hat sich dadurch eine Ausweitung in der Anzahl der Beschäftigten ergeben. · Es hat ein Rückgang in der Anzahl der Einrichtungsleitungen von 19.600 auf 13.480 stattgefunden, der sich auch im Rückgang der Anzahl an den Fachkräften von 5,7 auf 3,8 % ausdrückt. · Der Anteil der Akademikerinnen ist mit 2,6 % konstant geblieben. · Zwiespältig ist die Situation der Einrichtungsleitungen: Jede fünfte Leiterin hat eine Hochschulqualifikation. Die Steigerung des Anteils ergibt sich aber nur aus dem Abbau von Einrichtungsleitungen, in denen Erzieherinnen tätig waren. Absolut hat sich die Zahl der Einrichtungsleitungen mit Hochschulabschluss seit 2002 vermindert!
Anmerkungen zu dem Bericht stehen zur Verfügung. Nähere Informationen zum Bericht sind erhältlich über: komdat@fb12.uni-dortmund.de.
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